Capuccino Gruppe

Wenn es darum geht, Dinge gut oder besser zu machen, gibt es für Juan Picornell kaum Grenzen

Hotel Mama Cappuccino

DMallorca hinaus bekannt. Der Cappuccino schmeckt in allen Bistros gleich gut, weil dahinter ein strenges Qualitätskonzept steht. So viel Erfolg verlockt zum Kopieren, doch davon ist dringend abzuraten, weil hinter hochwertiger Ware, exklusivem Design und ausgesuchter Mitarbeiter ein leidenschaftlicher Kopf steckt, nämlich Unternehmer Picornelln selbst, den seine Ausdauer und sein Mut Neues zu schaffen vorantreibt.

Das Glas Orangensaft steht seit kurzem auf einem Untersetzer, auf dem ein üppiges Blumendekor prangt, das den Untersetzer optisch zu einem bedruckten, kreisrunden Stück Stoff werden lässt. Das ist so, weil diese Untersetzer Juan Picornell für seine Cappuccino-Bistros gefallen haben. Damit war die Entscheidung rasch getroffen und die neuen Untersetzer wurden in Auftrag gegeben.
Der junge Mallorquiner trifft seine Entscheidungen schnell und zielsicher. Wenn es darum geht, etwas gut oder besser zu machen, dann gibt es für Juan Picornell kaum Grenzen. Mit Produkten durchschnittlicher Qualität gibt er sich nicht zufrieden, weil er Perfektion liebt. Dafür ist er dann auch alles andere als knauserig. Die neuen Barhocker wurden gekauft, weil sie schön sind und gut ins Konzept passen, auch wenn sie teurer als Stühle waren. In der Kunst und Musikauswahl für seine Lokalitäten spiegelt sich eine persönliche Leidenschaft wieder. Drei DJ’s arbeiten Fulltime für ihn und organisieren, kaufen und mischen die Musik, die die Gäste zu ihrem Glas Cava genießen. Im Laufe der Jahre ist eine riesige Musiksammlung entstanden, die zwei Wochen rund um die Uhr neue Lieder bieten könnte. Deshalb war es nahe liegend, die erste Cappuccino CD zu produzieren. Die Gäste haben es honoriert und in nur fünf Monaten fast zehntausend Stück gekauft.
Wichtig ist für ihn, dass die Qualität in allen seinen gastronomischen Betrieben ein einheitlich hohes Niveau hat. Dies gilt für alle Bereiche; von der sorgfältigen Auswahl des Personals, über die Einrichtung bis hin zum heißen und duftenden Cappuccino. Zeit und Mühen scheut der Unternehmer dafür nicht. Selbst das Putzen wird in Eigenregie durchgeführt. Fast zwei Dutzend Frauen kümmern sich um die perfekt saubere Optik. Über zweihundert Bewerber werden pro Woche geprüft, um ein bis zwei geeignete Kandidaten für die Lokale zu finden. Diese werden im Cappuccino-Bistro in der Calle San Miguel in Palma auf die unternehmenseigene Philosophie an Tresen, Küche oder Service geschult.

Schließlich muss jeder neue Mitarbeiter wissen, wie der Cappuccino optimal aus der Maschine kommt. Auch die Auswahl, in welchem der Lokalitäten die neuen Mitarbeiter eingesetzt werden, ist alles andere als zufällig. Wer im Cappuccino im Hafen von Portals Nous arbeiten will, braucht eine fast schon athletische Körperkondition, denn die große Terrasse ist nur über die Außentreppen zu erreichen, die die Bedienungen zigfach am Tag samt Tablett hinauf und hinunter zu gehen haben.

Juan Picornell weiß, was er von seinen Mitarbeitern fordert und geht mit gutem Beispiel voran. Insgesamt neun gastronomische Einrichtungen koordiniert der Selfmade-Man in Eigenregie. Franchise ist für ihn zur Ausweitung seiner Geschäfte kein Thema mehr, weil er dadurch den direkten Draht zu seinen Lokalitäten verliert. Deshalb bleibt das in Franchiseregie geführte Cappuccino auf Menorca ein Einzelfall, mit dem der Unternehmer eine Erfahrung machte, die ihn nicht überzeugte. Überhaupt ist die Erfolgsgeschichte des Mallorquiners eine Mischung aus dem Mut, Erfahrungen zu machen und der Begeisterung, diese auf effektivste Weise umzusetzen.

Seine Leidenschaft für Restaurants und Bars konnte seine Familie schon früh erleben. Bereits mit fünf Jahren hat er eine Diskothek zuhause nachgebaut und seine Freunde eingeladen. Mit fünfzehn Jahren arbeitete er in einer Ba,r und mit siebzehn Jahren eröffnete er seine erste eigene. Ein Jahr zuvor war sein Vater gestorben, und vielleicht war es das Gefühl von Verantwortung für die Mutter und die beiden jüngeren Geschwister, die den jungen Mann vorantrieben. Es sollten noch zwei weitere Bars folgen, bevor er mit gerade mal 21 Jahren im Jahr 1993 sein erstes Cappuccino in Palmanova eröffnete. Diesmal sollte es mehr werden, als „nur“ eine Bar. Der Grundstein für die Cappuccino-Gruppe war gelegt. 1995 folgte die Eröffnung des zweiten Cappuccinos am Paseo Marítimo in Palma, 1998 in der Calle San Miguel, im Jahr 2000 der Sprung nach Menorca und seit 2001 gibt es das Cappuccino in Portals Nous.

Die Überraschung kam im Jahr 2002; statt ein weiteres Cappuccino zu eröffnen, stand diesmal der Name Juan Picornell hintereinem Restaurant im japanischen Stil, das sich Tahini nennt und sich sogar direkt neben dem Cappuccino in Portals Nous befindet. Das Tahini verdankt sein Entstehen der damaligen Begeisterung des rührigen Unternehmersfür den Minimalismus. Dass dann trotzdem kein minimalistisches Restaurant entstanden ist, lag daran, dass Juan Picornell erkannte, dass der reine Minimalismus ihm, als im Grunde eher klassischen Typ, letztendlich nicht so ganz zusagte.

Doch die Idee war da und wurde im bewährten Perfektionismusin die Tat umgesetzt. Weil es japanisch sein sollte, flog der Unternehmer kurzerhand mehrmals nach Japan, um vor Ort die notwendigen Erfahrungen zu sammeln und Köche unter Vertrag zu nehmen. Die Lust auf neue Konzepte war ungebrochen und deshalb folgte nach einem neuen Cappuccino im Palau March in Palma im Jahr 2004 die Eröffnung des ersten Minimar und damit dritten Restaurants – in Portals Nous. Minimar heißt Fisch und andereleckere Gerichte auf hohem Niveau schlemmen. Ein weiteres Minimar gibt es in Portixol. Seit einem Jahr hat auch Andratx„sein“ Cappuccino.

Die Lokalitäten sind ausgesucht und in ihrer Art konkurrenzlos. Zum Teil Eigentum, manche sind gemietet. Schnellschüsse sind alle nicht, dafür sucht Juan Picornell zu gründlich aus. Besonders und einzigartig muss eine Lokalität sein; so wie die ehemalige Nähwerkstatt in der Calle St. Nicolas in Palma, in dem noch in diesem Sommer ein neues Cappuccino eröffnet wird.

Der Charakter mit den alten Regalen und den typischen mallorquinischen Stoffen wird beibehalten. Wenn ihm eine Lokalität gefällt und er die passende Ideedazu hat, dann scheint die Zeit für den Mallorquiner keine Rolle zu spielen. Ein ganz neues Projekt steht im Hafen von Andratx. Das erste Hotel der Gruppe. Fix und fertigwartet es auf seine ersten Gäste, die noch nicht kommen dürfen, da im Rahmen der Bettenregelung noch die Genehmigung von Amtswegen fehlt. Ideen und Umsetzungskraft hat Picornell reichlich. Noch vor

Jahresende soll in Palma das erste „Take away“ eröffnet werden, in dem es die Cappuccino-bekannten Sandwiches zu kaufen gibt. Auch der Sprung von den Balearen ist seit langem geplant. London ist die Wunschstadt für ein neues Cappuccino. Picornells Mutter ist Engländerin, und er hat die englische Hauptstadt lieben gelernt, so dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Engländer im eigenen Land den guten Cappuccino ihrer Ferieninsel genießen können.

Kontakt

Grupo Cappuccino

Calle Sant Miquel, 53, Palma

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