
Der Kauf von Immobilien auf Mallorca hat schon immer für Aufregung gesorgt, aber das Jahr 2025 bringt eine neue Ebene der Unsicherheit mit sich. Da die spanische Regierung eine 100-prozentige Steuer auf Immobilienkäufer aus Nicht-EU-Ländern vorschlägt und das Goldene Visum abschafft, sind viele potenzielle Investoren nervös. Doch während die Schlagzeilen auf verschlossene Türen schließen lassen, sieht die Realität auf der Insel ganz anders aus.
„Die Leute wollen im Moment eine Menge Gewissheit“, sagt Lucy Adamson, Maklerin für Immobilienkäufer bei hc/. “Sie lesen von Protesten und Steuerdrohungen und fragen sich, ob Ausländer noch willkommen sind. Aber in Wahrheit ist die Erfahrung vor Ort eine ganz andere – Mallorca ist nach wie vor unglaublich gastfreundlich.”
Trotz des politischen Lärms zieht der Luxusimmobilienmarkt der Insel weiterhin vermögende Käufer aus der ganzen Welt an. Die Anziehungskraft des mallorquinischen Lebensstils hat nicht nachgelassen. Ebenso wenig wie die Nachfrage nach Qualitätsimmobilien. Adamson glaubt, dass der Kontext entscheidend ist: “Man darf nicht vergessen, dass das, was in den Medien gesagt wird, oft politisch motiviert ist. Diese Steuervorschläge beruhen nicht auf der rechtlichen Realität. Was wir in der Praxis sehen, ist, dass ausländische Käufer immer noch kommen, immer noch investieren und immer noch das Leben hier lieben, mit der Mehrheit der Einheimischen auf ihrer Seite.”
Was die Experten sagen
Rechtsexperten bestätigen dies. Der Immobilienrechtler Pelayo de Salvador, Gründer von desalvador., hält die vorgeschlagene 100 %ige Steuer für rechtlich unsolide und politisch motiviert – eine Idee, die einer Überprüfung durch die EU-Gerichte, die in der Vergangenheit diskriminierende Maßnahmen dieser Art abgelehnt haben, wahrscheinlich nicht standhalten wird. Er weist auch darauf hin, dass die Steuer nur einen kleinen Teil der Immobilientransaktionen betreffen würde, was ihre Umsetzung sowohl unpraktisch als auch umstritten macht.
Günstige Finanzierung
Ein unerwartetes Plus ist, dass viele Käufer die attraktiven Finanzierungsbedingungen in Spanien wahrnehmen. Während Spanien und Deutschland sich beide am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) orientieren – derzeit 4,25 % – bieten spanische Banken ausländischen Käufern Hypothekenzinsen von 2,75 % bis 3,5 % an, insbesondere für Darlehen mit fester Laufzeit. Dies steht in krassem Gegensatz zu Deutschland, wo Finanzierungen für Gebietsfremde begrenzt und oft weniger günstig sind.
Der Unterschied wird noch deutlicher, wenn man ihn mit dem Vereinigten Königreich vergleicht, wo der Leitzins der Bank of England bei 5,25 % liegt. Die Hypothekenzinsen für Käufer im Vereinigten Königreich sind deutlich höher, und viele sind überrascht, dass sie in Spanien einen Kredit zu niedrigeren Zinsen aufnehmen können – selbst als Nicht-Einwohner.
Nach dem Goldenen Visum
Das Ende des Goldenen Visums hat zweifellos auch die Landschaft verändert, aber nicht den Kaufwunsch. Da es immer noch alternative Wohnsitzoptionen gibt und viele Käufer mehr durch den Lebensstil als durch den rechtlichen Status motiviert sind, bleibt das Interesse an Mallorca hoch. In einem Markt, der von Eleganz und Emotionen geprägt ist, suchen die Käufer von heute nicht nach einem Wohnsitz, sondern nach Sicherheit. Und mit solider Rechtsberatung und lokaler Betreuung bietet Mallorca nicht nur ein Zuhause, sondern einen Ort, in den es sich zu investieren lohnt.
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