Promi-Hochzeiten: Trennung oder glücklich für immer?

Es ist offiziell – die Ehe ist wieder in Mode. Berichten zufolge sagte Natalie Portman einfach: „Ja, ich will“ heimlich in einer „unter-dem-Radar-Zeremonie“ und eine ganze Reihe von Stars sind drauf und dran, den Bund fürs Leben in diesem Jahr zu schliessen. Auf der anderen Seite, sind Promi-Scheidungen Futter für die Klatschpresse der Metropolen, mit regelmäßigen Berichten über Jet-Set-Ehen, die auseinander fallen oder am Abgrund stehen.

Dicht auf den Fersen von Jennifer Lopez & Marc Anthony, Demi Moore & Ashton Kutcher, Russell Brand & Katy Perry oder dem omnipräsenten Promi-Paar Seal & Heidi Klum, das vor kurzem die Trennung bekannt gab, gibt es eine lange Liste von Prominenten, deren Ehen „unüberbrückbaren Differenzen, Affären oder Twitter-Kriegen zum Opfer fallen. Häufig führt das zu chaotischen Multi-Millionen-Dollar-, Mir-Nichts-Dir-Nichts-Scheidungen. Dauerhafte Beziehungen scheinen im Promi-Universum eine Rarität.

Scheinbar sind Promi-Ehen einfach nicht hitzefest. Aber wie stehen die Chancen für Sternchen-Duos, die gerade die Ringe getauscht haben? Sind sie dazu bestimmt, leben sie bis an ihr Lebensende im Eheglück, enden sie wie Elizabeth Taylor & Richard Burton, die sich mit einem Knall scheiden liessen und dann wieder heirateten – nach der klassischen „Ich-kann-nicht-mit-dir“ und „Ich-kann-nicht-ohne-dich“ Mode. Oder sind die Chancen von Anfang gegen sie, mit unvermeidlicher Zielrichtung Scheidungsgericht?

Einige scheinen einfach in die Idee der Ehe vernarrt zu sein, sind aber ohne Überzeugung oder das nötige Engagement dabei. Oder sie klammern sich an einen Hafen der Normalität in der verrückten Welt Hollywoods. Diese Kultur ist kaum dazu geeignet, eine dauerhafte Ehe zu fördern, sie scheint eher egozentrische Haltungen zu unterstützen und erfordert ständige Ego-Ausbrüche. Es geht nicht um die Ausrichtung der Party des Jahrhunderts oder um die Titelseite von US Weekly: Geld kauft keine Liebe oder ein Happy-End. Das gibt es zwar in Hollywood-Filmen … aber die Hochzeiten dort  haben negative Konnotationen entwickelt und Kurzzeit-Ehen mit viel Konfliktpotenzial erzeugt. Aber sind es die üblichen Probleme an der Wurzel vieler Ehen? Angela Sara West hat das genauer untersucht.

Ein weiterer Tag, eine weitere Promi-Ehe zerbricht … Hollywood war nicht nett zu hochkarätigen Ehen in letzter Zeit, die scheinbar dazu bestimmt sind, Liebe einen schlechten Namen zu geben, wobei die Stars abseits der Leinwand so dramatisch und aufregend leben wie auf dem Bildschirm. Man könnte meinen, sie würden wissen, wie weit ihre Filme von der Realität entfernt sind. In ihren Filmen gehen die Paare innerhalb von 120 Minuten ins Bett und treten vor den Traualtar. Wenn es um die eigene Ehe geht, schaffen es einige kaum wenige Tage darüber hinaus, geschweige denn bis zum Klischee des „verflixten siebten Jahres“.

Stars kämpfen auch mit einer dritten Urgewalt … der öffentlichen Wahrnehmung. Zerfallende Ehen geraten in die Schlagzeilen, befriedigen unsere Promi-verrückte Kultur. Die Wahrheit ist, egal wie viel Geld und Ruhm ein Paar besitzt: die Ehe kann harte Arbeit sein … für alle, niemand ist immun. Ehen scheitern immer wieder. Wir kriegen das einfach oft nicht mit … bis es wieder einmal Prominente erwischt.

Bitte Konfetti für diese bevorstehenden Promi-Hochzeiten bereit halten
– Britney Spears & Jason Trawick: Nachdem die Pop-Queen ihre Ehen mit Baby-Papa Kevin Federline und Jugendfreund Jason Alexander verabschiedet hat, hoffen wir für die Hochzeit mit ihrem  Ex-Manager nicht, dass Brit wieder singen muss „Oops! I did it again!“
– Drew Barrymore & Will Kopelman: Aller guten Dinge sind drei, auch für Drew?
– Jessica Simpson & Eric Johnson: Ihr zweiter Hochzeits-Versuch muss noch bis nach der Geburt des Babys verschoben werden
– Sienna Miller & Tom Sturridge: Auch hier ist ein Baby unterwegs
– Anne Hathaway und Adam Shulman: Daumen drücken, dass sie nicht wie ihre Rolle in „Bride Wars“ ist!

Werden sie es tun, oder werden sie nicht?
Die Gerüchte sind fortgeschritten, dass Halle Berry & Olivier Martinez bald den Schritt tun, nachdem er ihr schon einen Ring angesteckt hat. Die Spekulation gehen weiter in Richtung Jennifer Aniston / Justin Theroux. Nach Informationen seiner Oma, sind Justin Timberlake & Jessica Biel ganz fest zusammen, und natürlich sind alle Augen sind auf Stacy Keibler gerichtet … Kann sie dem notorischen „Bindungsphobiker“ George Clooney das „Bis der Tod uns scheidet“

Versprechen abluchsen? Welche Scheidungsgründe gibt es?
Das „Goldfischglas“ des Ruhmes bedeutet, dass bekannte Gesichter immer größerem Druck standhalten müssen. Jede Bewegung wird in der Presse breitgetreten. Experten / Kolumnisten nennen verschiedene Gründe für Promi-Ehe-Pannen:

Ego:
„Celebrity“ ist nicht gleichbedeutend mit Narzissmus, aber Hollywood ist voll von großen Egos mit Armeen von Helfern, die jeden Wunsch erfüllen, was es im wahren Leben nicht gibt. „Achtung, hier komme ich“ Einstellungen, aufgeblasene Ansprüche, die übertriebene Wertschätzung von Oberflächlichkeit über echte Substanz schlagen Funken der Unsicherheit, erfordern eine ständige Selbst-Bestätigung … von Regisseuren … Managern …. Schauspielkollegen … Familie. „Doppel-Gipfel“ Ehen sind potentiell doppelter Ärger, wenn beide ums Rampenlicht kämpfen.

Schwerpunkte: Beziehungen, und eben nicht die Karriere, sollten die Nummer Eins sein. Wenn aus „Ich“ das „wir“ wird, wenn man gewohnt ist, alles zu kontrollieren / das Zentrum des eigenen Universums zu sein, werden Kompromisse ganz schwierig.

Termine: Lange Drehtage … Monate weg von Zuhause … prall volle Terminkalender bringen bekannte Gesichtern auseinander. Fern-Beziehungen sind unterstützende Faktoren für die Auflösung einer Ehe.
Versuchungen: Der „Reiz der attraktiven Alternative“… endlose Reihen von Bewerbern, heiße Liebesszenen mit traumhaften Damen bzw. Super-Boys … egal wie stark eine Beziehung ist, all das führt etwas in die Irre.

Gerüchte: Die Medien schwelgen in Enthüllungs-Storys, suchen fieberhaft nach Klatsch und die Gerüchte aus den Boulevardzeitungen giessen Öl ins Feuer von bereits wackligen Ehen. Selbst wenn unschuldig: ein Titelbild mit dem „falschen“ Partner und plötzlich bist du ein Betrüger!

Druck: von Fans … von Managern, die Hochzeiten befürworten, um den Marktwert zu erhöhen… Mütter, die sich in die Erziehung einmischen … jede Bewegung wird dokumentiert, Fehler und Indiskretionen werden vergrößert … und zwar öffentlich.

Publicity: Manche Stars scheinen geblendet von der Glitzer und Glamour Inszenierung extravaganter Hochzeiten und dem Geld, das man damit verdienen kann. Man denkt nicht über das „Ich stehe im Mittelpunt“ hinaus. Obwohl sie es bestreitet: Kim Kardashian hat Berichten zufolge die Rechte an ihrer verschwenderischen Märchen-Zeremonie für Millionen Dollar an TV / Magazin verkauft. Ihre umstrittene Vereinigung mit Kris Humphries dauert nur 72 Tage – immer live auf Sendung. Einige sagen auch, dass Showbiz-Partnerschaften scheitern, weil sie auf Performance getrimmt sind oder gar nur auf Business-Vorschlägen basieren. Öffentliche Beziehungen, Talk über Krisen in Reality-TV Shows / Verkauf der Hochzeit sind nicht unbedingt förderliche Aktionen.

Quickie Hochzeit: Nur Narren und Prominente, so scheint es, überstürzen alles. Ein Lernprozess des Verlangsamens aus diesem „Get-in-Get-out“ Blitz-Gewohnheit ist unumgänglich. Ehen implodieren regelrecht, bevor die Tinte auf der Urkunde trocken ist. Fälschlicherweise glauben sie, dass wenige Wochen reichen, um „den Traumprinzen/die Auserwählte“ zu identifizieren – obwohl man sich kaum kennt … und wenn es brenzlig wird, geht es schnurstracks zum Scheidungsrichter.

Der berüchtigte „Quickie-Hochzeits-Altar“ in Las Vegas erwies sich als katastrophal für die Wahnsinns-Hochzeit von Britney mit Jason. Solch halsbrecherische Zeremonien führen oft zu sehr kurzlebigen Geschichten … in diesem Fall dauerte es gerade mal 55 Stunden.

Den Abstand wahren … Die Geheimnisse von Erfolg trotz Rampenlicht
Viele hochkarätige Ehen überstehen Turbulenzen. Neben vielen berühmten Scheidungen nach Blitzlicht-Ehen, gibt es andere, die den Stürmen mit super-starken, langfristigen Partnerschaften widerstehen.

Die besten Attribute dafür sind die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen gemeinsamen Zeit, das Abschotten des Privatlebens vor der Öffentlichkeit, weitestgehende Vermeidung der Hollywood-Szene und möglichst wenig Futter für die Gerüchteküche.

Weiterhin:
Gleichgewicht der Kräfte, respektvolle Wahrung gegenseitiger Unabhängigkeit, feste Wertvorstellungen, die wichtiger sind als Egos, In-Einklag-Bringen von Beruf und Familie und „der größte Fan voneinander sein“. Paare, die anscheinend den „Real Deal“ gefunden haben, sind die Beckhams, Catherine Zeta-Jones & Michael Douglas, Will & Jada Pinkett Smith. Während Hollywood vielmals hochgiftig ist, ist es für manche doch der richtige Ort, um seinen Seelenverwandten zu treffen!